SKR49, Standard Kontenrahmen 49 (DE)

SKR49 ist bei vielen gemeinnützigen Organisationen in Deutschland die Vorlage für deren Kontenrahmen. Einige Organisationen verwenden alternativ SKR03 (Standard) oder in seltenen Fällen SKR99 (Heime, Krankenhäuser, etc.)

Die verschiedenen Standards dienen als Richtlinie und Empfehlung eines eigenen Kontenrahmens. Die Nummerierung der Konten folgt dabei einem einheitlichen System. Die ersten drei Ziffern der Kontonummerierung dienen zur Klassifizierung.

Klassifizierung nach SKR49

Als Beispiel dient das Bankkonto. Ein Bankkonto beginnt nach SKR49 mit den Ziffern 094. O für Bestandskonten (Aktiva), 9 für Wertpapiere und 4 oder 5 für Bankkonten, Kasse oder sonstigen Verbindlichkeiten von Kreditinstituten. Beispiele:

  • 0940 Postbank
  • 0945 Bank
  • 0950 Bank 1
  • 0955 Bank 2

Eine vollständige Liste aller Klassifizierungen gibt es als kostenfreien PDF Download.

SKR49 in Webling

Der SKR49 kann auch in Webling genutzt werden, da der Kontenrahmen frei bearbeiten und eingerichtet werden kann. Das Vorgehen ist in unserer Online Anleitung dokumentiert.

Österreich und Schweiz

In Österreich verwendet man den Einheitskontenrahmen, in der Schweiz den KMU-Kontenrahmen. (Früher nutzte man den Käfer-Kontenrahmen.)

Webling Webseitenbereich wird abgestellt

Nach langen Diskussionen haben wir uns entschieden, den Webseitenbereich in Webling nicht mehr weiterzuentwickeln und mittelfristig abzustellen.

Kurze Zusammenfassung, was muss man wissen:

  1. Der Webseitenbereich in Webling wird abgestellt
  2. Das WordPress Plugin bleibt bestehen und wird weiterentwickelt
  3. Wenn du deine Webseite mit Webling betreibst, beginne nach einer neuen Lösung zu suchen. Falls du Fragen dazu hast, schau mal diesen Supportartikel an. Sonst helfen wir dir beim Webling Support gerne weiter.

Die Geschichte des Webseitenbereichs

Kurz vor Weihnachten im Jahr 2009 haben wir den Webseitenbereich in Webling eingeführt. Im darauffolgenden Jahr haben wir noch einige Updates veröffentlicht, das ist inzwischen 7 Jahre her. Seither haben wir am Webseitenbereich nicht mehr viel verändert.
Mit den Jahren wurde uns immer mehr bewusst, dass unser Webseitenbereich die Anforderungen eines normalen Vereins nicht erfüllt. Es gibt sehr gute Lösungen gibt, die diese Anforderungen wunderbar erfüllen. Daher haben wir eine neue Lösung gesucht.

Das WordPress Plugin

Die Lösung hiess WordPress Plugin, WordPress ist ein weit verbreites Programm für Webseiten, viele Vereine sind mit WordPress sehr zufrieden. Daher haben wir ein Plugin programmiert, das Mitgliederlisten auf der Webseite anzeigen kann und später ist ein Anmeldeformular für Neumitglieder dazugekommen.

Die Zukunft des Webseitenbereichs

Wir werden die Webseite in Webling deaktivieren, weil es viele bessere Lösungen gibt und wir uns auf die Bereiche konzentrieren wollen, wo Webling wirklich gut ist. So können wir für Vereine die beste Lösung bieten. Wir werden auch das WordPress Plugin weiterentwickeln und verbessern.

Muss ich jetzt etwas tun?

  1. Wenn du keine Webseite auf deinem Webling betreibst, bleibt alles wie vorher. Wir werden die restlichen Teile von Webling weiterhin verbessern und weiterentwickeln.
  2. Wenn in deinem Webling die Webseite aktiviert ist, die Seite aber keinen Inhalt hat, kannst du die Webseite deaktivieren oder einfach so lassen. Die Webseite wird bei Gelegenheit automatisch deaktiviert.
  3. Wenn du deine Webseite mit Webling betreibst, beginne nach einer neuen Lösung zu suchen. Falls du Fragen dazu hast, schau mal diesen Supportartikel an. Sonst helfen wir dir beim Webling Support gerne weiter.

 

Fehlbeträge in Konten finden

Jeder Kassier kennt die Situation, die Revision findet nächste Woche statt und ein Blick auf das Bankonto zeigt einen Fehlbetrag in der Buchhaltung, man denkt an die vielen Buchungen, die man sorgfältig und pflichtbewusst erstellt hat. Ist eine vergessen worden oder gar eine zu viel. Oder noch mehr. Du fühlst erste Schweissperlen auf der Stirn.

Dabei ist das gar nicht so schlimm, kleine Fehler können immer passieren, wichtig ist nur, dass man diese schnell findet ohne zu viel Zeit zu verlieren. Dieser Artikel stellt dir eine einfache Methode vor um die Fehler schnell zu finden.

Das Problem

Es ist November und du kontrollierst den Kontostand per Ende Oktober. Der Kontenstand am 31. Oktober stimmt nicht mit dem Kontostand in der Buchhaltung überein:

Bankkonto Stand am 31. Oktober 8924.-
Kontenstand Bankkonto in der Buchhaltung am 31. Oktober 8798.-
Differenz zwischen Bankkonto und Buchhaltung 126.-

Irgendwo wurden also 126.- falsch gebucht. Diese 126.- wollen wir finden, die Buchhaltung korrigieren und was anderes machen. Schliesslich gibt es schöneres als Fehler in der Buchhaltung zu suchen.

Den Fehler finden

Der Kontenstand am 31. Oktober auf dem Bankauszug und in der Buchhaltung sind nicht gleich. Beide Kontostände müssten aber gleich sein, denn die Buchhaltung sollte alle Buchungen auf dem Bankkonto wiedergeben.

Die Buchhaltung ist falsch, das Bankkonto ist richtig. Wir suchen einen Fehler in der Buchhaltung.

Das tönt banal, ist aber sehr wichtig. Das weitere Vorgehen ist jetzt recht einfach:

Schritt 1: Anfangsstand kontrollieren

Vergleiche den Anfangsstand in der Buchhaltung mit dem Anfangsstand des Bankkontos. Sind beide gleich? Sehr gut, sonst korrigieren. Stimmt die Buchhaltung nachher, wenn ja, herzliche Gratulation, du bist fertig. Wenn nein, einfach weitermachen.

Was wissen wir jetzt?

1. Der Kontostand am 31. Oktober ist falsch
2. Der Anfangsstand am 1. Januar ist richtig
3. Der Fehler befindet sich zwischen dem 1. Januar und 31. Oktober

Wieder recht simpel, aber ein wenig mehr Information.

Schritt 2: Saldo in der Mitte kontrollieren

Als nächstes kontrollieren wir einen einen Saldo in der Buchhaltung etwa in der Mitte zwischen dem Anfangsstand und dem aktuellen Kontostand. Der 31. Mai liegt etwa in der Mitte zwischen dem Anfangsstand am 1. Januar und dem Stand am 31. Oktober, der ja falsch ist. Vergleiche also den Stand in der Buchhaltung mit dem Stand des Bankkontos am 31. Mai. Nehmen wir mal an, die Buchhaltung stimmt zu diesem Zeitpunkt noch, also beide Saldi sind gleich.

Was wissen wir jetzt?

1. Der Kontostand am 31. Oktober ist falsch
2.Der Anfangsstand am 1. Januar ist richtig
3. Der Stand am 31. Mai ist richtig.
4. Der Fehler befindet sich zwischen dem 1. Juni und dem 31. Oktober

Zusatzbemerkung: Es könnte natürlich Fehler zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai haben. Wenn Fehler sich gegenseitig ausgleichen, sieht man diese Fehler nicht. Diese Fehler sind recht selten, du kannst Stichproben machen um solche Fehler zu finden.

Schritt 3: wie Schritt 2

Der Schritt 3 wiederholt den Schritt 2, einfach mit einem kleineren Zeitraum. Wir wissen jetzt, dass der Fehler zwischen dem 1. Juni und 31. Oktober zu finden ist. Also suchen wir einen Zeitpunkt, etwa in der Mitte zwischen diesen zwei Daten. Nehmen wir den 31. August. Nehmen wir an, dass der Kontostand am 31. in der Buchhaltung falsch ist.

Was wissen wir jetzt?

1. Der Kontostand am 31. Oktober ist falsch
2. Der Anfangsstand ist richtig.
3. Der Stand am 31. Mai ist richtig.
4. Der Stand am 31. August ist falsch.
5. Der Fehler befindet sich zwischen dem 1. Juni und dem 31. August

Mache so weiter, bis der Fehler gefunden ist, korrigere den Fehler in der Buchhaltung. Nachher stimmt der Kontostand oder es gibt noch einen Fehler, wie der gefunden wird, ist ja bekannt.

 

Bausteine einer Buchhaltung: Das Konto

Der Artikel beschreibt für einen völligen Einsteiger was ein Konto ist. Falls du schon ein bisschen mit der Buchhaltung vertraut bist, musst du diesen Artikel nicht lesen.

Das Konto ist einer der Grundbausteine einer doppelten Buchhaltung. Auf einem Konto werden Buchungen gebündelt, so dass du eine bessere Übersicht hast.

Ein Konto besteht aus: Einem Anfangsbetrag und einigen Buchungen, die nach Datum geordnet sind. Daraus ergibt sich nach dem Anfangssaldo nach jeder Buchung ein neuer Saldo, ein Stand des Kontos zu diesem Zeitpunkt.

Beispiel:

Datum Saldo
1. Januar Anfangssaldo 246.-
12. Januar Buchung plus 100.- 346.-
12. Januar Saldo am 12. Januar 346.-
20. Januar Saldo am 20. Januar immernoch 346.-
25. Januar Buchung minus 26.- 320.-
25. Januar Saldo am 25. Januar 320.-
31. Januar Saldo am 25. Januar immernoch 320.-

Das wars schon, ein Konto ist eigentlich recht einfach, ein Anfangssaldo und nach Datum geordnete Buchungen, die den Saldo erhöhen oder reduzieren.

Den Revisionsbericht schreiben

Der Revisor erstellt einen Bericht, nachdem er die Buchhaltung des Vereins geprüft hat. Wir haben einen Beispielbericht zusammengestellt, du kannst den Bericht natürlich anpassen:

Revisionsbericht zuhanden der Mitgliederversammlung des Vereins ………

Als gewählte Revisoren haben wir die Jahresrechnung des Verein ……… für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Die Rechnung wurde aufgrund von Stichproben und Analysen geprüft. Bilanz und Erfolgsrechnung stimmen mit der Buchhaltung überein. Nach unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung den gesetzlichen und statutarischen Vorschriften.

Die Bilanzsumme der geprüften Jahresrechnung beträgt CHF ….. und der Gewinn/Verlust beträgt …. . Ausgangspunkt unserer Prüfung bildete die von der Vereinsversammlung genehmigte Bilanz per 31.12.202015.

Wir beantragen, der Vereinsversammlung die vorliegende Jahresrechnung 2016 zu genehmigen.

Den Revisionsbericht kannst du hier als Worddatei herunterladen.

Wie macht man eine Revision?

Der Kassier sieht der Revision meist mit ängstlichen Augen entgegen. Dies muss nicht sein. Wenn die Buchhaltung gut vorbereitet ist, wird aus der gefürchteten Revision eine kameradschaftliche Kontrolle bei einem guten Glas Wein.
 
Der Revisor sollte kontrollieren:
 
1. Anfangsstand der Buchhaltung
2. Aktueller Stand von Kasse und Bankkonten
3. Belege stichprobenweise kontrollieren
4. Stichprobenweise: wurde richtig zusammengezählt
5. In der Doppelten Buchhaltung: Stimmt Gewinn in Erfolgsrechnung und Bilanz überein.
6. Geht es dem Verein finanziell gut
 
1. Anfangsstand der Buchhaltung
In der Buchhaltung muss der Anfangsstand der Bilanz genau dem Stand des letzten Jahres entsprechen. Wenn die Kasse Ende 2016 genau 364.00 enthält, muss die Kasse zu Beginn 2017 genau 364.00 enthalten. Das gleiche gilt für alle Bilanzkonten. Der Kassier sollte den Abschluss des Vorjahres bereit halten.
 
2. Schlussstand von Kasse und Bankkonten
Der Schlusstand in der Buchhaltung muss mit dem Kontoauszug übereinstimmen. Steht das Bankkonto Ende 2016 auf genau 8623.40, muss das Bankkonto in der Buchhaltung ebenfalls den Stand von 8623.40 haben. Das gleiche gilt für die Kasse. Ganz einfach, wird leider nicht immer so gemacht.
 
3. Belege stichprobenweise kontrollieren
Belege sind für die Buchhaltung ungemein wichtig. Der Buchhalter pflegt zu sagen „Keine Buchung ohne Beleg“. Ein strenger Revisor wird darauf beharren und hat die reine Lehre der Buchhaltung auf seiner Seite. Im normalen Vereinsumfeld benötigt man für jede Buchungen einen Beleg, soweit es Sinn macht. Ein Beleg kann vieles sein:
– Eine Rechnung
– Eine Quittung vom Detailhändler
– Ein Bahnbillet
– Eine handgeschriebene Quittung vom Vereinskollegen
– Eine ausgedrucktes E-Mail einer Bestellbestätigung
– Ein selbst ausgefülltes Blatt Papier (Eigenbeleg, nur falls es wirklich nicht anders geht)
– und vieles mehr
 
Wenn man Geld bezahlt, bekommt man fast immer einen Beleg. Wenn nicht, kann man einen verlangen. Ein handgeschriebenes Stück Papier mit dem Text „200.- für XYZ dankend erhalten.“ und der Unterschrift des Empfängers genügt.
 
Der Kassier soll Spesen nur auszahlen, wenn er einen Beleg bekommt. Falls dies nicht gemacht wurde, sollte man im nächsten Jahr damit beginnen.
 
Der Revisor wird in die Buchhaltung schauen und für einige Buchungen die Belege sehen wollen. Nachher die Belege anschauen und die Buchungen dazu sehen wollen. Alle Belege zu kontrollieren wäre übertrieben, meistens genügen Stichproben.
 
4. Stichprobenweise: wurde richtig zusammengezählt
In den Konten werden die Buchungen aufaddiert, der Revisor kontrolliert stichprobenweise ob richtig gerechnet wurde.
5. In der Doppelten Buchhaltung: Stimmt Gewinn in Erfolgsrechnung und Bilanz überein.
In der doppelten Buchhaltung erscheint der Gewinn in der Erfolgsrechnung (Aufwand und Ertrag) und in der Bilanz (Aktiv und Passiv). Der Gewinn muss in beiden Fällen gleich sein. Sonst stimmt die Eröffnungsbilanz nicht oder es wurde falsch gerechnet.
6. Geht es dem Verein finanziell gut
Der Revisor erstellt einen kurzen Bericht für die Mitgliederversammlung. Er berichtet ob die Buchhaltung gut geführt ist, und ob es wichtige Sachen gibt, welche die Mitgliederversammlung wissen muss. Dazu gehört, ob der Verein finanziell gesund ist, oder ob eine Überschuldung und Konkurs drohen, ob das Vermögen deutlich schrumpft usw.
Dies ist ein Teil, bei dem der Buchhalter nicht viel beeinflussen kann. Der Buchhalter verbucht nur, was ausgegeben wird.
Ein finanziell gesunder Verein hat viel Geld auf dem Bankkonto, wenig Schulden und gibt weniger aus als er einnimmt.
Warnzeichen sind zum Beispiel:
– Hohe Debitoren, die zeigen, dass Rechnungen / Mahnungen nicht oder nicht rechtzeitig versendet wurden
– Wenig Geld auf dem Bankkonto, deutlich gesunkener Kontostand
– Sehr hohe Ausgaben und tiefe Einnahmen
– Stark gewachsene Werte in der Bilanz (mehr Aktiven und mehr Passiven)
Natürlich kann all dies auch in einem gesunden Verein vorkommen. Man sollte die Sache jedoch genauer anschauen, falls eines dieser Warnzeichen auftritt oder die Buchhaltung andere Auffälligkeiten aufweist.
Dies sieht nach viel aus, bei einer gut geführten Buchhaltung ist es jedoch schnell vorbei und man kann zum gemütlichen Teil übergehen.

Muss der Verein jedes Jahr eine GV abhalten?

Man fragt uns immer wieder, ob ein Verein jedes Jahr eine Generalversammlung (GV) durchführen muss. Kaum ein Vorstand liebt Generalversammlungen, das Einpacken und Versenden der Einladungen, Organisieren des Lokals, die kritischen Fragen der Mitglieder, die sich das ganze Jahr nicht beteiligt haben usw. Man kann sich schöneres vorstellen.

Die meisten Vereine führen trotzdem jedes Jahr eine GV durch, die Mitglieder wählen den Vorstand neu, nehmen den Jahresbericht und die Jahresrechnung ab, aktzeptieren das Budget, stimmen Statutenänderungen zu (oder nicht) und bewilligen Geld für die Erweiterung des Clubhauses usw.

Dies ist gut, denn der Vorstand muss vor jeder Generalversammlung die Jahresrechnung fertigstellen, Rechenschaft ablegen und die Mitglieder haben die Gelegenheit Anträge zu stellen und die Vereinsführung zu beeinflussen.
Diese Kontrolle und Disziplin sind gut für den Vorstand, auch wenn der Vorstand dies nicht immer so wahrnimmt. Man will lieber ungestört seine Arbeit machen.

Man könnte in den Statuten bestimmen, dass nur alle 2 oder 3 Jahre eine Generalversammlung stattfindet, der Vorstand eine entsprechend lange Amtszeit hat usw. Aber 3 Jahre sind eine lange Zeit und es ist besser, wenn der Vorstand jedes Jahr Rechenschaft ablegen muss.

Webling Administrations Update

Neben neuen Funktionen in Webling überarbeiten wir manchmal auch bestehende Teile. So stellen wir sicher, dass wir auf dem aktuellen Stand der Technik bleiben und uns ständig verbessern.

Dieses Mal haben wir uns die Administration und damit die ganze Rechteverwaltung vorgenommen. Die Zugriffsrechte stecken tief im System und haben deshalb Auswirkungen auf alle Bereiche von Webling. Nur schon deswegen hatten wir eine sehr lange und intensive Testphase.

Mit den Neuerungen gibt es auch ein paar Umstellungen. Wir wussten schon lange, dass die aktuelle Administration nicht einfach verständlich war und immer wieder Fragen aufgeworfen hat. Eines unserer Ziele ist es mit der neuen Oberfläche mehr Klarheit schaffen.

Neuerungen und Änderungen

Benutzergruppen heissen neu Rollen und die Standardrechte (Admin, Kassier, SMS, etc.) sind keine speziellen Gruppen mehr, sondern werden direkt auf den Benutzer vergeben. Damit wird das Menü deutlich übersichtlicher:

Admnistration, Menü neu

Neu erteilt man die Standardrechte nicht mehr über Gruppen bzw. Rollen, sondern direkt auf den Benutzer:

Benutzerrechte Webling

Spezifische Rechte auf einzelne Mitgliedergruppen oder Mandanten der Buchhaltung konfiguriert man wie bisher mit Gruppen, die nun aber Rollen heissen:

Rollenrechte Webling

Alte Dokumenten Ordner

In Webling hat jede Benutzergruppe bzw. neu jede Rolle, einen eigenen gemeinsamen Dokumentenordner. Die Standardrechte waren im alten System nicht direkt auf dem Benutzer, sondern in Standardgruppen organisiert. Deshalb gab es auch mehr Ordner. Was passiert nun beim Update auf die neue Version?

Webling prüft während dem Update, ob in einem solchen Ordner Dateien vorhanden sind. Wenn das der Fall ist bleibt der Ordner erhalten, ansonsten wird der Ordner und die dazugehörige alte Rolle(Gruppe) gelöscht.

Alte Benutzer Gruppen

Dasselbe geschieht mit den Benutzergruppen. Sofern im dazugehörigen Dokumentenordner vor dem Update eine Datei vorhanden ist, wird die Gruppe in eine Rolle umgewandelt und umbenannt. Die Benutzergruppe „Administratoren“ wird zur Rolle „Alte Administratoren-Gruppe“.

Alte Ordner, Gruppen bzw. Rollen löschen

Möchte man die alten Ordner und Gruppen/Rollen loswerden, löscht man die neue Rolle. Dann verschwindet auch der dazugehörige Dokumentenordner. WICHTIG: Falls die Dateien in diesem Ordner noch gebraucht werden, müssen diese vorher gesichert werden!

Links

Wie buche ich Einnahmen?

Einahmen sind recht einfach zu buchen. In der doppelten Buchhaltung werden Einnahmen so gebucht, dass ein Ertragskonto (Geld kommt rein) und ein Aktivkonto (Wo liegt das Geld) steigt.

Ein langjähriges Mitglied übergibt dem Kassier an der Generalversammlung eine Spende von 50.-. Der Kassier verbucht den Betrag unter Spenden (Ertragskonto) und Kasse (Aktivkonto) und legt das Geld in die Vereinskasse.

Kasse (Aktivkonto) Spenden (Ertragskonto)
+ 50 + 50

Überweist das Mitglied den Betrag direkt auf das Bankkonto, verbucht der Kassier den Betrag unter Spenden (Ertragskonto) und Bankkonto (Aktivkonto).

Bankkonto (Aktivkonto) Spenden (Ertragskonto)
+ 50 + 50

Nimmt der Verein eine Spende als Bargeld ein, wird der Betrag in die Kasse gebucht. Kommt das Geld auf das Bankkonto, wird der Betrag auf das Bankkonto gebucht. In beiden Fällen ist es eine Spende, daher geht der Betrag auf das Konto Spenden (Ertragskonto).

Bezahlt das Mitglied seinen Jahresbeitrag per Banküberweisung, wird folgendes gebucht:

Bankkonto (Aktivkonto) Mitgliederbeiträge (Ertragskonto)
+ 50 + 50

So bucht man Einnahmen. Eigentlich ganz einfach. Die Buchhalter pflegen die Schreibweise mit Soll und Haben, diese Schreibweise wirst du hin und wieder antreffen. Hier ist nochmals das gleiche mit Soll und Haben. Das erste Konto ist jeweils das Soll, das zweite Konto das Haben:

Soll: Bankkonto (Aktivkonto) Haben: Mitgliederbeiträge (Ertragskonto)
+ 50 + 50

Eine Hilfe zu SOLL und HABEN gibt es in unserem Artikel „SOLL und HABEN – Wie merk ich mir das?„.

Betrifft die neue Rechnungslegung meinen Verein? (CH)

Immer wieder erhalten wir Anfragen zum neuen Rechnungslegungsrecht in der Schweiz. Es gibt viel Unsicherheit, wie sich die Vereine anzupassen haben. Die wichtigste Frage ist, betrifft es meinen Verein?

Muss der Verein die Buchführung anpassen?

Die neuen Regeln gelten für Vereine, die sich ins Handelsregister eintragen müssen. Ein freiwilliger Eintrag hat keinen Einfluss. Mehr zur Eintragungspflicht kannst du im Artikel Verein ins Handelsregister eintragen? nachlesen. Für die Vereine ohne Handelsregistereintrag haben wir die Anforderung zusammengestellt:

Buchführung für Vereine ohne Handelsregistereintrag (Milchbüchlein-Rechnung)

Vereine, die sich nicht ins Handelsregister eintragen müssen, können die Buchhaltung als Milchbüchlein-Rechnung führen. Zusätzlich muss eine Vermögens-Aufstellung gemacht werden.

Dies sind nur Mindestvorschriften, wenn der Verein strengere Regeln befolgt und zum Beispiel eine doppelte Buchhaltung mit Erfolgsrechnung und Bilanz führt, ist dies um so besser.

Milchbüchlein-Rechnung

Die Michbüchlein-Rechnung ist recht einfach:

  • Für Kasse, Bankkonto, Postkonto usw muss jeweils eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung geführt werden. Dies ist ein Kassenbuch oder ein Kontoauszug, je nach Bedarf mit Bemerkungen und Belegnummern.
  • Am Anfang und am Ende des Jahres muss eine Vermögensaufstellung erstellt werden mit dem Stand von Kasse, Bankkonto, Inventar, ausstehenden Rechnungen usw.

Auch für die Milchbüchlein-Rechnung gelten einige grundsätzliche Buchhaltungsregeln:

  • Für jeden Sachverhalt und jedes Geschäft wird eine Buchung gemacht: Vereinfacht gesagt, jedes mal wenn Geld eingenommen wird oder bezahlt wird, muss eine eigene Buchung erstellt werden.
  • Eine Buchung benötigt einen Beleg: Es ist wichtig, dass es für jede Buchung einen Kassenzettel oder eine Rechnung gibt und diese sauber einsortiert werden. Es gibt Fälle, wo es keinen Beleg gibt, dann fragt man den Geschäftspartner nach einem Beleg oder nimmt, was einem Beleg am ähnlichsten ist (z.B. Bestätigung). Als letzte Möglichkeit bleibt, selber einen Beleg auszustellen (Eigenbeleg), dies ist wirklich die letzte Möglichkeit.
  • Die Buchhaltung muss übersichtlich, verständlich und lesbar sein: Du solltest die Buchhaltung verstehen und dem Revisior in einigen Minuten erklären können.
  • Die Buchhaltung soll zweckmässig sein: Ein kleiner Verein mit wenigen Buchungen führt eine simple Buchhaltung. Ein grosser, komplexer Verein führt eine aufwendigere Buchhaltung.