Online GV – keine Pflicht aber eine Alternative

Carolina De Mattia, [17.09.2020, 10:13:49]:

Die positive Nachricht: Wegen Corona hat der Bundesrat bis auf weiteres Onlineversammlungen von Vereinen erlaubt. Damit ihr euch nicht gegenseitig ansteckt, machen viele Vereine Onlineversammlungen. Onlineversammlungen sind fast wie Versammlungen in Person:

– Einladung versenden

– Versammlung oder online Abstimmung

– Information der Mitglieder über die Resultate

1. Die Einladung kannst du per E-Mail machen. Hier findest du eine einfache Vorlagen inkl. Traktanden. Beachte, wie bei der Einladung auf Papier, solltest Du auch die Online Einladung frühzeitig abschicken. So können die Vereinsmitglieder sich vorbereiten und Anträge einbringen.

2. Die Versammlung kann Online per Video stattfinden

Für die Online GV empfehlen wir dir folgende Tools

Für eine Video GV eignet sich Zoom sehr gut. Der Link führt dich direkt zur Software und einer detaillierten Videoanleitung (für dich als Organisator und für deine Mitglieder). Das hilft, falls Du mit Zoom arbeiten möchtest. Mit Zoom haben die Mitglieder die Möglichkeit, durch virtuelles Hände heben abzustimmen.

Sicherlich werden beim ersten Mal deine Vereinskollegen eher durcheinander reden und alles fühlt sich noch neu an. Du wirst sehen, je öfter du eine Online GV durchführst, umso einfacher wird es für alle Beteiligten. Wie bei der persönlichen GV ist es jedoch notwendig, dass der Organisator die Versammlung gut führt, sonst gibt es ein heilloses Chaos. Eventuell kannst du bei einer Online Vorstandssitzung etwas üben.

Bei einer guten Organisation können die Mitglieder nicht mehr durcheinander reden, man kann sich schlecht gegenseitig unterbrechen.

3. Du kannst deine Vereinskollegen mit einer e E-Mail über die Abstimmungsresultate informieren. Die Beschlüsse kannst Du einfach schriftlich formulieren und allen Mitgliedern per E-Mail zusenden.

Das nächste Mal geben wir Dir Tipps & Tricks für Online Abstimmung und wir stellen dir Tools vor. Bis nächste Woche!

Online-GV erste Reaktionen aus der Praxis

Positiv aufgefallen bei den Mitgliedern

Viele Vereine haben auf Online Versammlungen umgestellt. Es ging wegen Corona einfach nicht anders. Wir haben uns umgehört und für dich die Vor- und Nachteile aus der Sicht der Mitglieder und des Vorstands zusammengefasst.

  • Jeder kann sich einfach informieren & vorbereiten auf die einzelnen Traktanden
  • Sämtliche Fragen & Argumente können gesammelt werden
  • Alle Ergänzungen sind für alle ersichtlich & werden nicht doppelt geführt
  • Generalversammlung ist effizienter und kürzer

Positive Auswirkung für den Vereinsvorstand

  • Mehr Mitglieder nehmen an online Abstimmungen teil
  • Die GV ist günstiger
  • Es geht auch ohne Schutzkonzept
  • Vorstände können die Anträge & Argumente entspannt beurteilen & mit jedem Vereinsmitglied kommunizieren, falls nötig
Vereine Online GV

Negativ aufgefallen für Mitglieder

  • Das jährliche persönliche Wiedersehen mit Vereinskollegen fällt weg
  • Gemütliches Zusammensitzen & Beziehungspflege fehlt
  • Das Teilen von Erlebnissen & Erfahrungsaustausch geht verloren

Negative Auswirkung für den Verein

  • Die Online GV ist unpersönlicher
  • Zu den Mitgliedern fehlt die Nähe
  • Visuelle Reaktionen von den Mitgliedern sind nicht sichtbar
  • Bedürfnisse von Mitgliedern können nicht in einer Diskussion erörtert werden

Fazit so individuell wie die Vereine sind auch die Erfahrungen mit einer Online Generalversammlung.

Corona Anpassungen bei Webling

Versammlungen und Treffen sind ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Damit diese wieder möglich sind, gibt es einiges zu beachten. Neben einem Schutzkonzept ist die Nachverfolgung enger Personenkontakte, also das Führen einer Präsenzliste, meist unvermeidbar.

Wir haben unsere Entwicklung radikal angepasst, damit wir dich und deinen Verein mit einer neuen Funktion unterstützen können. Mit unserer neuen Präsenzfunktion ist nicht nur das Erfassen der Personenkontakte einfacher, sondern auch die zentrale Ablage der Präsenzlisten.

Eine erste einfache Version werden wir noch diese Woche bereit stellen. Dann bist du rechtzeitig vorbereitet. Bis zur Veröffentlichung, geben wir dir Einblicke hinter die Kulissen unserer Entwicklung. Wenn du nichts verpassen willst, folge uns auf Facebook oder Twitter. Schreibe uns, was du davon denkst oder was für dich besonders wichtig ist.

Falls du nur Bescheid möchtest, sobald wir fertig sind, trage dich in diesen Newsletter ein.

Schutzkonzept für Vereine

Dieser Artikel spiegelt den aktuellen Kenntnisstand und wird nächste Woche an die Erläuterungen des BAG angepasst und verbessert.

Inzwischen sind fast alle Veranstaltungen wieder erlaubt, aber nur mit einem Corona-Schutzkonzept. Ein solches Schutzkonzept ist keine Hexerei und passt etwa auf eine A4 Seite, wie das Beispiel von Swiss Olympic zeigt.

Welche Punkte sollte das Schutzkonzept enthalten?

  1. Nur Gesunde dürften teilnehmen, wer krank ist, bleibt zu Hause
  2. Di­stanz hal­ten
  3. Hände waschen / Hy­gie­ne­re­geln des BAG
  4. Prä­senz­lis­ten (Rück­ver­fol­gung von engen Kon­tak­ten – Con­ta­ct Tra­cing)
  5. Be­zeich­nung ver­ant­wort­li­cher Per­son
  1. Nur Gesunde dürfen an Aktivitäten teilnehmen. Wer krank ist oder Symptome wie Husten oder Fieber hat, könnte den ganzen Verein anstecken. Das will natürlich niemand. Deshalb sind nur Gesunde zugelassen. Die Kranken sollen sich beim Hausarzt melden, dieser kümmert sich um den Rest.
  1. Abstand halten. Corona-Viren sind zum Glück nicht sehr sportlich und haben Mühe grössere Distanzen zu überwinden. Dehalb hilft Abstand Ansteckungen zu vermeiden.
    Man muss genug Platz einplanen und die Zahl der Teilnehmer an den verfügbaren Platz anpassen. Meistens wird eine Fläche von 10m2 pro Person verlangt. Die Teilnehmer sollten wenn immer möglich 2m Abstand halten. So stecken sich weniger Leute an.
    Der 2m Abstand sollte immer eingehalten werden, bei der Anreise, beim Eintreffen, während dem Anlass, in der Garderobe, auf dem WC, auf der Rückreise usw.
    Beim Sport ist man nicht so streng und der Körperkontakt beim Training ist wieder zulässig. Sonst wäre es schwierig z.B. Fussball oder Rugby zu spielen.
  1. Präsenzlisten führen – zur Nachverfolgung enger Kontakte von infizierten Personen.
    Wenn sich hinterher herausstellt, dass jemand krank war, dann müssen die Leute am gleichen Anlass gefunden werden. Dies verhindert, dass sich zusätzliche Leute anstecken.
    Die Gesundheitsbehörden rufen den Teilnehmern an und veranlassen das Nötige. Deshalb benötigt man von jeder Person den Namen und Kontaktdaten wie Telefon.
    Die Präsenzlisten muss man 14 Tage behalten, die Daten dürfen nur für Contact Tracing verwendet werden und müssen nach 14 Tagen wieder gelöscht werden (ausser die Leute haben ihr Einverständnis gegeben, dass die Daten länger behalten werden dürfen).
  1. Verantwortlichkeit der Umsetzung vor Ort
    Jemand ist verantwortlich für die Einhaltung der Massnahmen. Dieser Jemand schaut, dass das Schutzkonzept eingehalten wird, sammelt Informationen, beantwortet Fragen und hilft bei der Umsetzung.

Für weitere Infos zu Schutzkonzepten schau auf der hervorragenden Corona Seite von Swiss Olympic oder beim Verband deiner Sportart/Aktivität.

Präsenzliste für Vereine (Contact Tracing)

Corona hat unser Leben verändert. Die Fallzahlen entwickeln sich nun aber sehr positiv. Wir können wieder an Trainings und Aktivitäten denken. Aber nur mit Contact-Tracing, als Präsenzlisten.

Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Präsenzliste, die das Contact-Tracing unglaublich vereinfacht:

  • Einfaches 1-Klick Erfassen auf deinem Smartphone
  • Keine halb ausgefüllten manuellen Papierlisten
  • Sofortige Verfügbarkeit für den Corona-Verantwortlichen

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Sobald die Funktion fertig ist, aktualisieren wir diesen Artikel und schreiben dir eine Nachricht.

Corona-Lockerungen ab 6. Juni. Gehts für Vereine wieder los? Ja!

Es war alles verboten, keine Versammlungen, kein Training, nix ausser zu Hause sitzen. Nur der Kassier durfte noch Buchungen machen. Allein. Zu Hause.

Das ist jetzt vorbei, wir dürfen uns wieder treffen und das Vereinsleben kommt zurück. Die Regeln für Vereinsversammlungen sind:

  • Es braucht ein Schutzkonzept
  • Hygiene- und Verhaltensregeln wie bisher
  • Präsenzlisten wo das strikte Abstandhalten nicht möglich ist (praktisch immer)
  • Es braucht eine verantwortliche Person, die ist für die Einhaltung der Regeln zuständig

Das Schutzkonzept musst du dir nicht selber aus den Fingern saugen. Schau mal bei einem Verband vorbei, der etwas ähnliches macht. Wenn du im Fussballclub bist, schau beim Fussballverband vorbei, usw. Swiss Olympic hat eine gute Seite zu den Schutzkonzepten.

Die Hygiene- und Verhaltensregeln sind wie bisher. Abstand halten, keine Hände schütteln und einander nicht ins Gesicht husten. Und zu Hause bleiben, wenn man krank ist. Und Hände waschen, Hände waschen und nochmals Hände waschen. Das BAG hat ein praktisches Plakat zum Ausdrucken.

Die Präsenzliste ist eine Liste der Teilnehmenden mit Kontaktdaten wie Telefon oder E-Mail. Dies ist für den Fall, dass jemand an der Veranstaltung krank war. Dann kann man die anderen Leute benachrichtigen, damit diese zu Hause bleiben und nicht an der nächsten Veranstaltung den Rest des Vereins anstecken. Wir arbeiten an einer Präsenzliste für Vereine, trag deine E-Mail ein, wir schicken ein Mail wenn die Präsenzliste fertig ist.

Das Ganze macht kein Spass, aber es ist notwendig um nicht wieder in den Lockdown zu müssen. Ausserdem gibts bis zu 3 Jahre Gefängnis wenn man sich nicht daran hält, also lieber rasch ein Schutzkonzept machen 😉

Hast du Fragen zur Lockerung und zum Schutzkonzept? Schreibe unten einen Kommentar.

Onlineversammlungen während dem Coronavirus

Grundsätzlich müssen die Statuten Onlineversammlungen explizit vorsehen. In der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) legt der Bundesrat fest, dass diese Regel vorläufig nicht mehr gilt.

Der Vorstand kann festlegen, dass eine Versammlung online oder auf schriftlichem Weg durchgeführt wird. Dies muss er 4 Tage im voraus ankündigen.

Die Versammlung selbst läuft in elektronischer oder in schriftlicher Form. Wie das genau aussieht, muss der Verein festlegen. Dabei sollte der Vorstand beachten, dass die Versammlung möglichst für alle Mitglieder zugänglich ist. Online Chat- und Videokonferenztools funktionieren meist nur bis zu einer Handvoll Benutzer. Auch ist es häufig eine längere Sache, bis alle ihre Software richtig aufgesetzt haben. Möglicherweise ist es einfacher, die Abstimmung per E-Mail oder Brief durchzuführen.

Vereinsaktivitäten fallen wegen Corona aus, muss ich den Mitgliederbeitrag bezahlen?

Der jährliche Einzahlungschein für den Schwimmclub, den Eishockeyclub, den Jassverein liegt auf deinem Tisch. Musst du den Mitgliederbeitrag bezahlen?

Die rechtliche Antwort: Ja. Du bist in dem Verein Mitglied, das heisst, du musst auch den Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Natürlich kannst du austreten, die meisten Vereine sind unkompliziert.

Die realistische Antwort: Vermutlich nicht zwingend. Die meisten Vereine betreiben ihre Mitglieder nicht, sondern schliessen Nichtbezahler einfach aus. Das heisst, du wirst nach Mahnungen vermutlich einfach ausgeschlossen.

Die richtige Antwort: Ja. Der Verein muss seine Rechnungen weiter bezahlen und wenn alle das so machen, ihre Rechnungen nicht bezahlen weil sie nicht zu Schwimmen / Eishockey / Jassen gehen können, dann muss der Verein schliessen.
Dann ist der Verein nicht mehr da, wenn alles vorbei ist und du wieder Eishockey spielen willst. Die aktuelle Zeit ist nicht einfach, also leiste deinen Beitrag, dass wir alle das einigermassen gut überstehen.

Vereinsaktivitäten während Coronavirus

Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage erklärt, dies ist die höchste Stufe gemäss dem Eipdemiengesetz. Diese Situation ist für uns alle neu und unbekannt. Viele sind verunsichert und wissen nicht was im privaten und beruflichen Leben noch erlaubt ist und was nicht. Bei Vereinen ist es hingegen klar:

Es ist verboten, Vereinsaktivitäten durchzuführen (Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19))

So einfach ist das. Sagt alles bis und mit dem 19 April ab, vermeidet den Kontakt mit anderen Menschen um eure Gesundheit und die von Mitbürgern zu schützen. Rechnet auch damit, dass die Massnahmen verlängert werden könnten.

Können wir die GV schriftlich durchführen?

UPDATE: In der Verordung vom 16.3.2020 hat der Bundesrat die Regeln zu den GVs vorübergehend gelockert: https://www.vereinsverwaltung.ch/onlineversammlungen-waehrend-dem-coronavirus/

Immer wieder taucht bei Vereinen die Frage auf, ob sie die Generalversammlung schriftlich durchführen können. Sei es, weil die Beteiligten keine Lust haben einen Abend zu opfern, kein gemeinsames Datum gefunden wurde oder brandaktuell wegen dem Coronavirus.

Gemäss Art. 66 Abs. 2 ZGB ist die schriftliche Zustimmung aller Mitglieder zu einen Antrag einem Beschluss an der GV gleichgestellt. Das heisst, man kann einen Beschluss fassen, wenn alle Mitglieder zustimmen. Ein einziges Mitglied, das vergisst abzustimmen oder den Antrag ablehnt, genügt um die ganze Abstimmung scheitern zu lassen.

Das heisst, es für normale Vereine unrealistisch, dass alle Mitglieder ihre Stimme rechtzeitig einschicken, da es immer das eine oder andere vergessliche Mitglied gibt. Die schriftliche GV ist also keine Option.

Anders sieht es aus, wenn in den Statuten eine schriftliche oder Online-Versammlung vorgesehen ist. Dann kann man eine solche Versammlung bestens abhalten und auf die Versammlung in Person verzichten.