Onlineversammlungen während dem Coronavirus

Grundsätzlich müssen die Statuten Onlineversammlungen explizit vorsehen. In der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) legt der Bundesrat fest, dass diese Regel vorläufig nicht mehr gilt.

Der Vorstand kann festlegen, dass eine Versammlung online oder auf schriftlichem Weg durchgeführt wird. Dies muss er 4 Tage im voraus ankündigen.

Die Versammlung selbst läuft in elektronischer oder in schriftlicher Form. Wie das genau aussieht, muss der Verein festlegen. Dabei sollte der Vorstand beachten, dass die Versammlung möglichst für alle Mitglieder zugänglich ist. Online Chat- und Videokonferenztools funktionieren meist nur bis zu einer Handvoll Benutzer. Auch ist es häufig eine längere Sache, bis alle ihre Software richtig aufgesetzt haben. Möglicherweise ist es einfacher, die Abstimmung per E-Mail oder Brief durchzuführen.

Vereinsaktivitäten fallen wegen Corona aus, muss ich den Mitgliederbeitrag bezahlen?

Der jährliche Einzahlungschein für den Schwimmclub, den Eishockeyclub, den Jassverein liegt auf deinem Tisch. Musst du den Mitgliederbeitrag bezahlen?

Die rechtliche Antwort: Ja. Du bist in dem Verein Mitglied, das heisst, du musst auch den Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Natürlich kannst du austreten, die meisten Vereine sind unkompliziert.

Die realistische Antwort: Vermutlich nicht zwingend. Die meisten Vereine betreiben ihre Mitglieder nicht, sondern schliessen Nichtbezahler einfach aus. Das heisst, du wirst nach Mahnungen vermutlich einfach ausgeschlossen.

Die richtige Antwort: Ja. Der Verein muss seine Rechnungen weiter bezahlen und wenn alle das so machen, ihre Rechnungen nicht bezahlen weil sie nicht zu Schwimmen / Eishokey / Jassen gehen können, dann muss der Verein schliessen.
Dann ist der Verein nicht mehr da, wenn alles vorbei ist und du wieder Eishockey spielen willst. Die aktuelle Zeit ist nicht einfach, also leiste deinen Beitrag, dass wir alle das einigermassen gut überstehen.

Vereinsaktivitäten während Coronavirus

Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage erklärt, dies ist die höchste Stufe gemäss dem Eipdemiengesetz. Diese Situation ist für uns alle neu und unbekannt. Viele sind verunsichert und wissen nicht was im privaten und beruflichen Leben noch erlaubt ist und was nicht. Bei Vereinen ist es hingegen klar:

Es ist verboten, Vereinsaktivitäten durchzuführen (Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19))

So einfach ist das. Sagt alles bis und mit dem 19 April ab, vermeidet den Kontakt mit anderen Menschen um eure Gesundheit und die von Mitbürgern zu schützen. Rechnet auch damit, dass die Massnahmen verlängert werden könnten.

Können wir die GV schriftlich durchführen?

UPDATE: In der Verordung vom 16.3.2020 hat der Bundesrat die Regeln zu den GVs vorübergehend gelockert: https://www.vereinsverwaltung.ch/onlineversammlungen-waehrend-dem-coronavirus/

Immer wieder taucht bei Vereinen die Frage auf, ob sie die Generalversammlung schriftlich durchführen können. Sei es, weil die Beteiligten keine Lust haben einen Abend zu opfern, kein gemeinsames Datum gefunden wurde oder brandaktuell wegen dem Coronavirus.

Gemäss Art. 66 Abs. 2 ZGB ist die schriftliche Zustimmung aller Mitglieder zu einen Antrag einem Beschluss an der GV gleichgestellt. Das heisst, man kann einen Beschluss fassen, wenn alle Mitglieder zustimmen. Ein einziges Mitglied, das vergisst abzustimmen oder den Antrag ablehnt, genügt um die ganze Abstimmung scheitern zu lassen.

Das heisst, es für normale Vereine unrealistisch, dass alle Mitglieder ihre Stimme rechtzeitig einschicken, da es immer das eine oder andere vergessliche Mitglied gibt. Die schriftliche GV ist also keine Option.

Anders sieht es aus, wenn in den Statuten eine schriftliche oder Online-Versammlung vorgesehen ist. Dann kann man eine solche Versammlung bestens abhalten und auf die Versammlung in Person verzichten.

GV wegen Coronavirus abgesagt, was nun?

Zahlreiche Vereine haben die Generalversammlung wegen dem grassierenden Coronavirus und Covid-19 abgesagt, was nun?

Im Moment (4. März 2020) überstürzen sich die Ereignisse und die Fallzahlen steigen jeden Tag deutich an. Gemäss Experten wird die Lage zuerst noch einiges schlimmer, bevor sie sich wieder verbessert. Wir wagen die vorsichtige Schätzung, dass sich die Lage in einigen Monaten normalisieren wird.

Daher empfehlen wir, die GV nicht abzusagen, sondern auf unbestimmte Zeit zu verschieben und die GV durchzuführen, wenn dies ohne Gefahr für die Gesundheit der Mitglieder möglich ist. Dabei sind die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und der Kantone entscheidend.

In der Zwischenzeit muss der bestehende Vorstand die Geschäfte im bisherigen Rahmen weiterführen und die GV zum gegebenen Zeitpunkt durchführen.

GV wegen Coronavirus absagen?

Aktuell (4. März 2020) ist der Coronavirus und Covid-19 ein grosses Thema in den Medien. In der Schweiz herrscht gemäss dem Epidemiengesetz eine „besondere Lage“. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind verboten und manche Kantone haben zusätzliche Verbote erlassen.

Für Vereine stellt sich die Frage ob es verantwortlich ist, in dieser Situation eine GV durchzuführen. In erster Linie ist dabei den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und der Kantone zu folgen.

Dies ist die aktuelle Situation am 4. März 2020, die Entwicklung geht sehr schnell. Informiere dich über die aktuellen Regeln beim Bundesamt für Gesundheit und beim Kanton. Die Kantone sollten eine Kontaktnummer für Veranstalter eingerichtet haben.

Wenn ihr euch entscheidet, die GV durchzuführen, macht es Sinn, dafür zu Sorgen, dass die Teilnehmer sich die Hände waschen können um die Möglichkeit von Ansteckungen zu reduzieren. Auch sollte man auf Aktiviäten mit Körperkontakt verzichten.

Sozial- & Unfallversicherung im Verein?

In unserem Artikel „Darf ein Verein Jemand anstellen?“ haben wir das Thema bereits erwähnt. Ja, Angestellte müssen in Vereinen gleich wie in einer Firma behandelt werden. Als Verein hat man die gleichen Pflichten. Das gilt auch für die Sozial- & Unfallversicherung.

Genauere Informationen und Erklärungen dazu gibt es im folgenden Artikel von BDO:

Darf ein Verein jemanden anstellen?

In den meisten Vereinen wird die Arbeit von Ehrenamtlichen gemacht, die ihre Freizeit für den Verein hergeben und keinen Lohn beziehen. Manchmal wird die Arbeit jedoch so viel, dass der Vorstand dies nicht mehr in der Freizeit leisten kann und der Verein möchte jemanden für die Arbeit bezahlen, worauf muss der Verein achten?

Ein Arbeitgeber wie jeder andere

Ein Verein ist ein normaler Arbeitgeber wie eine andere Firma, es wird ein Arbeitsvertrag unterschrieben, Lohn bezahlt und Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet. Es gibt keine besonderen Regelungen für Anstellungen durch Vereine, man sollte jedoch gesunden Menschenverstand walten lassen und sich nicht an der Vereinskasse ungebührlich selbst bedienen.

Sich nicht selbst einstellen

Häufig stellt der Vorstand die Leute ein, legt den Lohn fest, beaufsichtigt die Angestellten. Dies ist kein Problem, solange die Angestellten nicht selbst im Vorstand oder gute Freunde eines Vorstand sind. Also sollte man vermeiden, dass der Anschein von Selbstbedienung aufkommt. Daraus folgt, dass maximal ein marktüblicher Lohn bezahlt werden darf. Natürlich darf der Lohn tiefer sein, dies ist bei Vereinen oft der Fall, da Vereine häufig nur wenig Geld haben.

Daher sollte sich der Vorstand absichern und späteren Ärger zu vermeiden, die beste Absicherung ist, die Mitglieder transparent informieren und die Vereinsversammlung vielleicht sogar über die Eckwerte der Anstellung entscheiden zu lassen. Wenn sich der Vorstand selbst einstellt, ist dies um so wichtiger.

Sozialversicherungen

Für den Verein als Arbeitgeber gelten die gleichen Pflichten und Rechte wie für andere Arbeitgeber. Insbesondere müssen die Angestellten bei Sozialversicherungen angemeldet werden, sofern die Beträge nicht innerhalb der ensprechenden Freigrenzen sind.

Was sind transitorische Aktive & Passive? (Abgrenzungen)

Der Begriff klingt deutlich komplizierter als er ist.  Einfach gesagt geht es um Rechnungen, welche erst in der nächsten Rechnungsperiode beglichen werden (Transitorische Passive). Oder um ausstehende Mitgliederbeiträge, welche aus dem alten, in die neue Buchungsperiode übernommen werden (Transitorische Aktive).

Das sind nur zwei Beispiele, es gibt noch einige andere Anwendungen. Man kann sich das gut merken. Dazu muss man lediglich die beiden Begriffe Aktive und Passive korrekt verstehen. Und das ist auch keine grosse Sache.

Aktive

Aktive gehören dem Verein. Das sind Dinge wie Bargeld und Bankkonto. Aber auch Immobilien und ausstehende Mitgliederbeiträge, sprich Debitoren.

Passive

Passive sind Verpflichtungen. Eine unbezahlte Rechnungen an Dienstleister oder Lieferanten, ein Darlehen einer Bank, etc.

Eigenkapital

Einzige Ausnahme auf der Passivseite, ist das Eigenkapital. Das Eigenkapital gleicht die Bilanz aus und zeigt, wie viel Vermögen der Verein besitzt. Klingt verwirrend, ist aber eigentlich einfach:

Wir vereinfachen das weiter am Beispiel eines Vereinslokals. Das Vereinslokal ist 150’000.- Wert. Der Verein gehört davon aber nur 30’000.- , denn für das Lokal hat der Verein eine Hypothek von 120’000.- aufgenommen. Die 30’000.- wiederspiegeln also der Wert am Lokal, welcher dem Verein gehört.

Noch einfacher ist folgende Situation. Der Verein besitzt ein Bankkonto mit 1000.- (Aktive), muss aber noch Rechnungen im Wert von 300.- (Kreditoren) bezahlen. Also hat der Verein ein Vermögen von 700.- (Eigenkapital). Kreditoren und Eigenkapital zusammen sind in diesem Fall die Passiven.

Transitorische Buchungen

Transitorische Buchungen (Passiv oder Aktiv) sind Buchungen, mit welchen man Vermögen oder Verpflichtungen von einer Periode in die nächste Periode verschiebt. Klingt wieder furchtbar kompliziert, ist es aber auch nicht. Die Frage ist, warum man so etwas machen will. Denn dann versteht man auch schnell, um was es geht.

Machen wir dazu ein Beispiel. Der Verein organisiert eine Silvesterfeier. Die Feier, die Einnahmen und Ausgaben finden im alten Rechnungsjahr statt. Die Rechnungen des Getränkelieferanten werden aber erst nach der Abrechnung im neuen Rechnungsjahr beglichen. Wir haben also eine Ausgabe im alten Jahr (Aufwandsbuchung), welche aber erst im neuen Jahr beglichen wird. Dafür brauchen wir ein Zwischenkonto. In diesem Fall das Kreditorenkonto.

  1. Buchung am 31.12.2018 von Aufwand nach Passiv im alten Rechnungsjahr.
  2. Buchung wenn die Rechnung beglichen wird von Passiv (Kreditoren) nach Aktiv (z.B. Bankkonto) im neuen Rechnungsjahr.

Es gibt viele weitere Anwendungsbeispiele. Ob die transitorische Buchung Aktiv oder Passiv ist, hängt davon ab, ob es etwas ist, was der Verein noch bezahlen muss (Beispiel oben) oder etwas, was der Verein noch bekommt. Das wäre zum Beispiel ein Mitgliederbeitrag aus dem alten Jahr, welches ein Mitglied erst im neuen Jahr bezahlt.

Gruppenhaus vermieten mit Hauskalender.com

Nachdem wir mit Webling grosse Erfahrung in der Vereinssoftware gesammelt haben, nutzen wir dieses Wissen um ein online Reservationssystem für Gruppenhäuser zu erstellen. Das System heisst Hauskalender und vereinfacht die Arbeit für Freiwillige.

Belegungsplan in die Webseite einbinden

Der Mieter will auf den ersten Blick sehen ob ein Haus am gewünschten Datum noch frei ist. Es braucht einen Belegungsplan, dieser muss richtig und aktuell sein, sonst kann es zu Doppelbuchungen führen. Wer möchte erleben, dass zwei Gruppen gleichzeitig vor dem Haus stehen und nur Platz für eine Gruppe ist?
Sobald der Mieter sich für das Haus entschieden hat, möchte er das Haus schnell reservieren, damit ihm niemand zuvorkommt. Im Hauskalender wird das Datum sofort reserviert und kann nicht doppelt belegt werden.

Freiwillige entlasten

Die Vermietung ist meistens und mehreren Leuten aufgeteilt, einer führt die Kasse, ein anderer kümmert sich um die Vermietung, Übergabe und Abnahme. Manchmal sind sogar noch mehr Leute beteiligt. Alle diese Freiwilligen haben einen Job, Hobbies und machen die Vermietung nebenher. Niemand kann verlagen, dass sie alle Anfragen sofort und ohne Verzögerungen beantworten. Der Mieter möchte hingegen schnell eine Antwort, damit er mit der Organisation vorwärts machen kann. Die Lösung ist, möglichst viele Informationen auf der Webseite zu haben, Rückfragen zu vermeiden und die Reservation möglichst weit zu automatisieren.
Der Hauskalender erstellt für den Mieter einen fertig ausgefüllten Vertrag, den er herunterladen, unterschreiben und zurückschicken kann. Der Vermieter erhält gleichzeitig eine Nachricht und kann die Vermietung bestätigen oder ablehnen. Dies vermeidet auch unvollständige oder unleserliche Verträge.

Status der Belegung

Es ist einfach den Überblick zu behalten, welche Reservationen stehen an, wer hat noch nicht bezahlt, welche Reservationen müssen noch bestätigt werden. Alles steht in einer übersichtlichen Liste und online für alle Beteiligten zugänglich.

Dies ist erst der Anfang, wir haben noch grosse Pläne mit dem Hauskalender. Hast du Rückmeldungen, Interesse oder fehlt dir eine Funktion, schreib einen Kommentar oder ein E-Mail an info@hauskalender.com.

Link Online Buchungsplan Hauskalender.com