SOLL und HABEN – Wie merk ich mir das?

Die doppelte Buchung ist Segen und Fluch zugleich. Wer die Vorteile in der Vereinsbuchhaltung erkannt hat, der wird kaum mehr die Finger davon lassen können. Ist der Kontenplan erstmal erstellt und weiss, wie man die alltäglichen Buchungen machen muss, ist man schon vielfach auf der sicheren Seite. Irgendwann kommt aber jeder Kassier an den Punkt, an welcher er eine Spezialbuchung vornehmen muss. Also keine einfache Einnahme oder Ausgabe. Da Soll und Haben je nach Art der Konten verschieden ist, führt das immer wieder zu Verwirrung.

Hier hilft der Griff zu einer Grafik:

Soll und Haben in der Vereinsbuchhaltung

Mit dieser Grafik lässt es sich ablesen, welches Konto nun Soll und Haben sein muss. Machen wir ein Beispiel mit einer Einzahlung aus der Barkasse auf das Bankkonto unseres Vereins. Sowohl Kasse als auch Bank sind Aktivkonten. In der Barkasse haben wir eine Belastung, sprich das Haben ist die Kasse. Bei der Bank haben wir eine Gutschrift, somit ist das Soll die Bank.

Ein zweites Beispiel: Ein Mitglied bezahlt seinen Jahresbeitrag per Banküberweisung. Das Ertragskonto „Mitgliederbeiträge“ erhält eine Gutschrift und ist laut der Grafik auf der Haben-Seite. Die Bank ist ein Aktivkonto und erhält ebenfalls eine Gutschrift, laut der Grafik ist die Bank somit das Soll-Konto.

Falls Jemand mit Debitoren arbeitet, gibt es beim Erstellen der Rechnung eine Buchung vom Ertragskonto „Mitgliederbeiträge“ auf das Aktivkonto „Debitoren“. Sobald die Rechnung beglichen wurde, eine Buchung vom Aktivkonto „Debitoren“, auf das Aktivkonto „Bank“. Das heisst also:

Soll und Haben bei Mitgliederbeiträgen mit Debitoren

2 Gedanken zu „SOLL und HABEN – Wie merk ich mir das?“

  1. Eigentlich eine gute Seite, es sollte am Anfang aber noch erklärt werden, was man unter einem Passivkonto versteht. Das ist nicht offensichtlich, während man sich unter Aktivkonto eher etwas vorstellen kann.

    1. Guten Tag Désirée

      Die Passivkonten sind schwieriger zu verstehen als Aktivkonten. In den Aktivkonten sind Vermögen, wie Guthaben auf einem Bankkonto, ein Grundstück, Material das noch etwas wert ist usw. Alles was etwas Wert ist, gehört auf ein Passivkonto.
      In den Passivkonten sind Schulden und Sachen, die man noch bezahlen muss, aufgeführt. Also zum Beispiel Kreditoren, Hypotheken, Darlehen usw. Soweit eigentlich einfach, verwirrend wird es, weil das Eigenkapital und der Gewinnvortrag auch auf der Passivseite geführt werden. Man könnte das jetzt irgendwie erklären, aber am besten akzeptiert man einfach, dass es so ist: Auf der Passivseite sind Schulden und das Eigenkapital. Wir werden vermutlich mal einen Artikel verfassen wo dies etwas ausführlicher beschrieben wird.

      Viele Grüsse
      Webling

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