Onlineversammlungen während dem Coronavirus

Grundsätzlich müssen die Statuten Onlineversammlungen explizit vorsehen. In der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) legt der Bundesrat fest, dass diese Regel vorläufig nicht mehr gilt.

Der Vorstand kann festlegen, dass eine Versammlung online oder auf schriftlichem Weg durchgeführt wird. Dies muss er 4 Tage im voraus ankündigen.

Die Versammlung selbst läuft in elektronischer oder in schriftlicher Form. Wie das genau aussieht, muss der Verein festlegen. Dabei sollte der Vorstand beachten, dass die Versammlung möglichst für alle Mitglieder zugänglich ist. Online Chat- und Videokonferenztools funktionieren meist nur bis zu einer Handvoll Benutzer. Auch ist es häufig eine längere Sache, bis alle ihre Software richtig aufgesetzt haben. Möglicherweise ist es einfacher, die Abstimmung per E-Mail oder Brief durchzuführen.

Dieser Beitrag wurde unter veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Gedanken zu „Onlineversammlungen während dem Coronavirus

    • Guten Tag Kurt

      Wir machen die Beiträge jeweils für Themen, die in den Kommentaren häufig auftauchen oder Sachen, von denen wir denken, dass sie für Vereine interessant sind. Was wäre deine Frage?

      Viele Grüsse
      Webling

      • Danke Webling.
        Meine Frage ist: In den Statuten muss die GV 3 Wochen voraus angesagt werden. Wegen dem COVID haben wir diese verschoben. Muss das neue Datum wieder 3 Wochen vorher angekündigt werden?
        Viele Grüsse
        Kurt

        • Guten Tag Kurt

          Vielen Dank für deine Frage. Gemäss der Verordnung des Bundesrates (Art. 6b COVID-19-Verordnung 2) muss die Einladungsfrist nicht eingehalten werden. Es macht jedoch Sinn, diese 3 Wochen einzuhalten, damit möglichst viele Leute dann Zeit haben.

          Viele Grüsse
          Webling

  1. Kann ich die abgesagte GV auch auf nächstes Jahr verschieben wenn weder Wahlen noch sonst grosse Abweichungen vom Programm und Budget der letzten Jahre besteht?
    Herzliche Grüsse
    Thomas Hauser

    • Guten Tag Thomas

      Vielen Dank für deine Frage. Bei vielen Vereinen stand diese Möglichkeit im Vordergrund, bevor der Bundesrat schriftlichen und online Versammlungen ermöglicht hat. Ich würde die Abstimmungen einfach schriftlich machen. Dies sollte recht einfach sein und hat alles seine Ordnung.

      Viele Grüsse
      Webling

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    wie ist folgender Sachverhalt zu beurteilen.
    Ein Verein mit rund 100 Mitgliedern, normalerweise nehmen gegen 40 an der GV teil. Dieses Jahr wurde fristgemäss darüber informiert, dass die GV nicht statt finden kann. Zudem wurde via Email (wo vorhanden und sonst per Post) die Unterlagen für die nötigen Abstimmungen/Wahlen versendet. Gut 40 Rückmeldung sind zurück gekommen. Die Mitglieder wurden nochmals daran erinnert abzustimmen, ohne Erfolg.
    Nach meinem Verständnis braucht es in diesen Zeiten keine Einstimmigkeit, aber eine Mehrheit muss trotzdem zustimmen? Wie berechnet sich in diesem Fall eine Mehrheit?
    Welche Wegen stehen offen um gültige Abstimmungen/Wahlen zu erreichen?
    Danke und freundliche Grüsse

    • Guten Tag Yvonne

      Vielen Dank für deine Frage. Seid der Covid-19 Verordnung 2 ist die Einstimmigkeit nicht mehr notwendig. Die schriftliche Abstimmung gilt so, wie ihr sie durchgeführt habt. Die Mehrheit berechnet sich gleich wie bei einer Versammlung, ihr könnt einfach die Stimmen zählen und das Ergebnis bekanntgeben.

      Viele Grüsse
      Webling

  3. Hallo

    i.d.R werden bei Vereinsversammlung ja offen abgestimmt, nach einer Diskussion. Jetzt wird von einem Mitglied verlangt, dass bei der schriftlichen Abstimmung geheim abgestimmt werden muss (via Notar). Was sagt das GEsetzt über eine schriftliche geheimn Abstimmung? Muss nicht ein Antrag gestellt, werden, dann kann die Mehrheit für eine gehime Abstimmung sein, also nicht bekanntgabe wer was gestimmt hat. DAs kann doch der Vorstand nicht eigenwillig nur aufgrund eines Antrages machen shon in der Einladung.

    • Guten Tag Stefan

      Vielen Dank für deine Nachricht. Es steht dem Mitglied frei, einen solchen Antrag zu stellen. Wenn der Vorstand dies von sich aus macht, dann können jemand anders einen umgekehrten Antrag für eine öffentliche Abstimmung einreichen. Wobei mir ein Notar für die meisten Vereine ein bisschen übertrieben vorkommt. Man könnte die Stimmen nicht veröffentlichen.

      Viele Grüsse
      Webling

  4. Ich habe folgende Fragen:
    In unserem Verband wurde die Abstimmungen lektronisch mittels Formular durchgeführt. Es standen aber nur jeweils die Antworten Ja und Nein zur Verfügung. Sich bei einzelnen Geschäften und Wahlen der Stimme zu enthalten war nicht möglich. Es bestand auch nur die Möglchkeit, das Ganze abzubrechen, das heissst: über gar kein Geschäft abzustimmen! Ist das rechtskonform?
    Zweite Frage:
    Die vorgesehene Versammlung hätte im März stattfinden sollen und wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun wurde sie in elektronischer Form im Mai durchgeführt. Ist ein Neumitglied, das im April in den Verband eingetreten ist nun im Mai stimmberechtigt oder gilt das ursprüngliche Datum (März), dann wäre das Neumitglied ja noch gar nicht angemeldet gewesen und daher nicht stimmberechtigt.
    Dritte Frage: Die Traktandenliste wurde gekürzt auf Kasse- und Revisorenberichte, Budget und Wahlen plus ein Mitgliederantrag betreffend Zeitplanung nächster GV. Geschäftsberichte des Präsidenten und der Kommissionen fehlten. Währensd des Abstimmungszeitraumes kamen im Verbandsinternen Forum Informationen zu Tage, welche Kassenpositionen von rund 12’000.- in Frage stellten und Ordnungsanträge, auf welche nicht eingegangen wurde. Kann unter diesen Umständen über die Entlastung des Vorstandes abgestimmt werden (wichtige Informationen fehlen ja)
    Danke für die Auskünfte

    • Guten Tag Wolf

      Vielen Dank für deine Fragen. Gerne versuche ich deine Fragen zu beantworten. Die Situation mit Corona ist aussergewöhnlich und die Verwantwortlichen machen ihren Job so gut sie können. Dass vieles ein bisschen chaotisch ist, liegt daran dass die Situation für alle neu ist. Wenn alle ein bisschen guten Willen zeigen, kommen wir ohne grossen Schaden durch die Situation.

      zur ersten Frage: Als Mitglied bist du nicht verpflichtet abzustimmen und kannst einfach gar nichts drücken oder die Versammlung verlassen. Bei der Software hat man nicht immer alle Möglichkeiten, die man gerne hätte. Ich vermute, das ist in Ordnung, ob ein Richter meiner Meinung wäre, kann ich nicht sagen.

      zur zweiten Frage: Bei einer Vereinsversammlung sind die Mitglieder eingeladen, wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, dann darf dieses auch abstimmen.

      zur dritten Frage: Wenn die Information vorhanden war und sie die Mitglieder nicht so gross interessiert hat, dann kann man über die Entlastung des Vorstands abstimmen. Wenn die Informationen nicht verfügbar waren, würde ich beim Vorstand nachfragen um die Sache zu klären.

      Viele Grüsse
      Webling

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.